DJ Equipment Pioneer DDJ SB3 im Test

Published on August 15th, 2018 | by Dj DEE

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PIONEER DDJ-SB3 DJ-Controller im Test

Salut Bro,

heute geht es um den neusten Zuwachs in unserer DJ Bro Equipment Reihe. Und zwar handelt es sich hier um den Pioneer DDJ-SB3* dieser steht nun in der Originalverpackung vor mir und wartet nur darauf von uns mal auf Herz und Nieren geprüft zu werden. Der Controller kam im März/April 2018 auf den Markt und wartet mit einer in den DJ-Kreisen etwas umstrittenen Funktion auf. Ach ja und DJ Jazzy Jeff hat hier auch seine Finger mit im Spiel, dazu aber später mehr…

The Package…

Der Pioneer DDJ-SB3 ist ein klassischer Einsteiger-Controller der dritten Generation. Mit den Maßen von 483 x 272 x 59 mm und einem Gewicht von ca. 2,1 KG ist der Pioneer DDJ-SB3 in der Handhabung genau richtig. Es ist kein Monster wie der Pioneer Controller ddj sx2 oder vergleichbare Controller von Denon, sondern perfekt geschnitten für Anfänger. Die Abstände zwischen Fädern, Wheels, und Knobs (Drehreglern) weisen genügend Platz auf, ohne das es fummelig wird. Er erweist sich als sehr portabel. Dazu passt auch, dass hierfür kein externes Netzteil oder Stromkabel nötig ist. Die Einheit bezieht seinen Strom über das mitgelieferten USB-Kabel.

Wer das grobe Layout von DJ-Controller kennt, findet keine großen Überraschungen beim Pioneer DDJ-SB3. Es orientiert sich ein bisschen wie an zwei nebeneinander stehenden CDJ’s + einen Minimixer in der Mitte. Auch die Anordnung der Buttons CUE/Play und Sync erinnern stark an die Flaggschiffe Player aus dem gleichen Haus. Auch die Position der Performance Pad’s ist ähnlich wie bei den größeren Controller Modellen. RGB beleuchtete Performance Buttons sucht man hier vergebens. Das ist den teureren Modellen vorbehalten.

Fader, EQ und Master Sektion wirken aufgeräumt und lassen kaum Fragen offen. Alle Anschlüsse sind an der Vorder- bzw. Rückseite des Controllers angebracht. Vorne befindet sich eine Miniklinkenbuchse für den Kopfhörer. Hinten ein regelbare 6,3-Millimeter-Mikrofonanschluss, daneben Cinch-Buchsen für die Ausgabe des Mastersignals sowie der USB-Port der, wie oben schon erwähnt, auch gleichzeitig als Stromlieferant dient. Ebenfalls gibt es eine kleine Aussparung für einen Kensington Lock (Schloss).

We ♥ Serato (but Lite?!)

Pioneer warf in letzter Zeit zahlreiche neue Produkte (fast schon im Wochentakt) auf den Markt die exklusiv mit Rekordbox (Pioneers hauseigenen DJ-Software) funktionieren. Schön zu sehen, dass Pioneer auch für DJ Anfänger einen Controller herstellt, der Serato unterstützt. Auch wenn es sich hier „nur“ um Serato Lite handelt. Der Pioneer DDJ-SB3 im Test hat ein integriertes 24 Bit/44,1 kHz Audiointerface und ist Plug and Play ready für Serato Lite. Hier müssen auch keine Treiber installiert werden.

Serato Lite ist immer noch Serato und bringt somit viele Vorteile des großen Bruders (Serato Pro) mit. Wie Beispielsweise:

  • Wer schon mal mit Serato zu tun hatte, kennt sich auch bei Serato Lite direkt aus
  • Cue Punkte werden von Serato Pro zum Teil übernommen (nur die ersten 4 Stück)
  • Die Software läuft stabil
  • Serato ist sehr übersichtlich (ist auch ein bisschen Geschmacks- und Gewohnheitssache!)

Pioneer ControllerDie Lite Version ist ein bisschen abgespeckt gegenüber Serato Pro. Somit sind die Einstellungsmöglichkeiten im Setup Menü etwas weniger, dein Mix kann nicht intern aufgenommen werden, das musst du mit einer externen Lösung machen, dir stehen nur eine Hand voll Effekte zur Hand und es sind nur 5 von 8 Performance-Modi verfügbar. Aber schon einmal vorweg, auch mit diesen Einschränkungen macht Serato Lite einen guten Job und es macht richtig Spaß mit dem Controller aufzulegen… Wer Softwareseitig noch mehr Features haben möchten, kann auf die Serato Pro Version für 99,– EUR upgraden.

Performance und Sound

Trotz seines relativ günstigen Preises, fühlt sich der Controller erstaunlich gut an. Wie von Pioneer gewohnt ist die Verarbeitung gut gelungen. Fader, Regler und auch der kurze Pitch, steuern ohne zu hakeln und weich. Wo wir schon darüber reden, der Pitch lässt auf 8/16/50% Pitchrange umschalten. Zwei Ladebuttons laden den jeweiligen Track auf das dementsprechende Deck. Mit einem Dreh-Encoder browsed ihr durch die Crates und Tracks in Serato. Die Perfomance Pads reagieren gut und verkanten nicht. Hiermit lassen sich Loops, Effekte, Cue-Punkte uvm. einstellen und verwenden.

Sync Buttons gibt es auch, hier wird aber nur das Tempo (BPM) angepasst, nicht auf den Beat. Hier musst du nochmals Hand anlegen. „FX Fade“ kombiniert Filter, Loops / Loop Rolls und Spinbacks mit einer langsam abnehmender Lautstärke, solange einer der acht Pads gehalten wird. Die Idee ist, um einen sauberen Übergang zu erzielen, dass du zwei Tracks synchronisieren und diese Buttons verwendest. Sorry, aber das Ergebniss könnt ihr auch „manuell“ erreichen, aber die Ein-Tasten-Versionen machen trotzdem Spaß.

Der Sound des Pioneer DDJ-SB3 geht voll in Ordnung. Natürlich wurde bei dem Preis keine High-End Soundkarte verbaut, aber für die ein oder andere kleiner Party durchaus akzeptabel. Die fehlenden Klinken oder XLR-Anschlüsse machen sich nur bei größeren Anlagen bemerkbar. Wenn du mit dem Controller vor hast öfters Gigs in verschiedenen Locations zu spielen, würde ich dir zu Adaptersteckern raten. Diese findest du kostengünstig hier unten:

Somit bist du für jede Eventualität gewappnet.

„Jazzy Jeff Mode“ auf Knopfdruck!

Pad Scratch oder der Jazzy Jeff Knopf wie funktioniert das? Und bringt das was? Erst einmal wird sobald du einen der acht Buttons auf dem Perfomance Pad drückst der erste von dir gesetzte Cue-Jazzy Jeff Pioneer DDJ-SB3Punkt mit den jeweiligen Scratch-Mustern gescratcht. Die Scratches sind eher simpel und bewegen sich im Bereich von Baby Scratch und aufwärts, dennoch funktionieren sie gut und machen Spaß. Wiederum könntet Ihr diese relativ einfach mit dem Jogwheel selber machen. Aber es geht hier ja um Einsteiger und hier soll laut Jazzy Jeff den Anfängern das Scratchen näher gebracht werden und ihnen auch gleichzeitig zeigen, was sie üben sollen. 

In der Praxis macht das ganze Spaß stösst aber nach einer Weile an seine Grenzen.

Nützt ihr den Pioneer DDJ-SB3 DJ Controller?

Zunächst einmal haben wir uns den Pioneer Einstiegscontroller für diesen Test aber auch für den DJ-Alltag zugelegt. Richtig! Auch wir legen ab und zu mit dem Pioneer DDJ-SB3. Wir nutzen ihn z.B. bei Hochzeiten, kleineren Veranstaltungen oder als Back-up Lösung egal bei welchem Event. Denn sollte dein Equipment, in unserem Fall unser DVS-Setup, aus irgendeinem Grund den Geist aufgeben, können wir den Abend trotzdem ohne Probleme mit diesem Controller sauber weiter beschallen.

Auch der Formfaktor ist ein Grund warum wir ihn nutzen. Wir hatten zum Beispiel vor kurzem eine Hochzeit auf einer idyllischen Berghütte. Platz war beschränkt und auch die Transportmöglichkeiten für Equipment auf die Hütte waren eher begrenzt! Somit war der Controller eine passende Alternative gegenüber unserem ziemlich schweren und klobigen Plattenspielern, Mixer etc…

 

Fazit:

Der Pioneer DDJ-SB3 ist ein solider Einstiegscontroller aus dem Hause Pioneer. Qualität, Anzahl an Features und Software (Serato Lite) gehen für den Preis vollkommen in Ordnung. Ob das Upgrade auf Serato DJ Pro für 99,–EUR wirklich wert ist auszugeben, muss jeder selber wissen. Ich würde hier dann lieber noch ein bisschen Geld drauflegen und mir einen größeren Controller mit mehr Features zulegen. Welcher das sein könnte hat euch unser Bro DJ LUKE in seinem Gastbeitrag: Du willst als DJ starten? DJ Equipment für Einsteiger – Teil 3. DJ-Controller zusammengestellt.

Die Scratch Routinen von Jazzy Jeff und die Übergangseffekte die Ihr per Performance-Pads startet, sind ein cooles Gimmick. Ich würde es aber nicht so überbewerten und das sollte auch nicht das Kaufargument sein. Denn eigentlich kann man auf den Jogwheels des DDJ-SB3 erstaunlich gut scratchen und hier braucht es keine vorgefertigten simplen Scratch-Effekte. Der Aufbau des Controllers ist wie bei fast allen Controllern sehr simpel! Laptop an, Kontrolleinheit dran stöpseln und schon kann es losgehen 😉

Alles in allem eine gute Option für alle DJ-Einsteiger oder DJ’s die nach einem kostengünstigen Backup suchen. 

Habt Ihr einen DJ Controller? Welchen benützt Ihr? Schreibt es uns doch gerne unten in die Kommentare…

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About the Author

Dj DEE ist Mitglied in dem DJ-Team Spinning Agents. Schon seit er 16 ist steht er an den Decks... und hat hier einiges an Erfahrung sammeln können. Er kommt ursprünglich aus dem Bereich Hip/Hop und R&B. Hat aber seinen musikalischen Horizont recht schnell erweitert. Ein gutes House-, Chill-out- oder Electro-Set geht für Ihn ebenfalls vollkommen klar. Als Mitbegründer dieses Blogs hält er euch über alles Rund um das Thema Djing, Dj-Equipment und Music auf dem laufenden...



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