DJing

Published on März 4th, 2020 | by John Shaft

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7 Tipps für Deinen ersten Gig

Hey Bro,

wenn Du unseren Blog aufmerksam gelesen hast, wirst Du auf mehrere Artikel gestoßen sein, in denen wir Dir als DJ-Einsteiger Tipps geben, wie Du Deine neuen Tracks einsortieren kannst, welches Einsteiger-Equipment wir Dir empfehlen oder einfache Tipps, um Deinen Mix interessanter zu gestalten. Ein Follower hat uns nun nach Tipps für den ersten Gig gebeten, da er in ein paar Wochen seinen ersten Auftritt vor Publikum hat. Da dieses Thema sicher viele von Euch interessieren wird, haben wir uns gedacht wir schreiben gleich einen Beitrag über 7 Tipps für Deinen ersten Gig.

Du hast also zu Hause genug geübt und keine Lust mehr, nur Bedroom-DJ zu sein? Du wurdest nun für einen Gig gebucht, egal ob es eine Schulveranstaltung, eine Geburtstags-Party oder ein Club-Einsatz sein wird? Nun bist Du Dir aber nicht sicher, auf was Du alles achten musst, damit Dein erster Gig kein Reinfall wird? Wir geben Dir hier 7 Tipps, mit denen Du professionell und sicher auftreten kannst.

1. Mach Dich mit dem Equipment vertraut

Dieser Tipp scheint selbstverständlich zu sein, aber wir hören von vielen DJ-Einsteigern immer wieder, dass sie auf ihrem ersten Gig technische Probleme haben oder plötzlich anderes Equipment dort steht, als sie selbst zu Hause haben. Es gibt nichts Schlimmeres, als beim ersten Gig – bei dem Du sowieso schon nervös bist – auch noch mit Hardware spielen zu müssen, das Du nicht kennst. Deshalb solltest Du Dich unbedingt vorher informieren, welche Geräte Du vor Ort vorfinden wirst. Im Club sollte das kein Problem sein, da Du entweder einfach den Besitzer fragen kannst oder – sollte Dir das unangenehm sein – einfach bei einem nächtlichen Besuch zum DJ-Booth spitzeln kannst. Solltest Du zu Hause mit Turntables und DVS-Systemen üben, im Club jedoch CDJ’s stehen ist das kein Weltuntergang. Entweder Du fragst (falls vorhanden) einen befreundeten DJ, ob Du die Geräte mal für einen Tag ausleihen kannst, oder – sollte das nicht möglich sein – Du schaust Dir YouTube-Videos an, in denen die Player vorgestellt oder getestet werden. YouTube-Seiten wie djcity oder djtechtools bieten hierfür eine gute Grundlage.

Am einfachsten ist es natürlich, wenn Du Dein eigenes, Dir vertrautes Equipment mitnehmen kannst. Sprich das einfach mit dem Veranstalter oder Club-Besitzer vorher ab. Und keine Angst falls Du nicht das tollste und teuerste Equipment hast. Es ist völlig egal, ob Du mit einem 200€-Controller oder einem 2.000€-Set spielst. Solange Du Dich sicher fühlst und Deine Geräte kennst, ist es egal wie teuer sie sind. Bevor Du mit dem Set auf der Veranstaltung nicht zurecht kommt, nimm lieber Dein eigenes mit.

2. Vorbereitung ist alles

Auch wenn wir in den anderen Beiträgen immer wieder davon schreiben, dass Mixing der wichtigste Skill eines DJ’s ist, sorg dafür dass Du Dich die ersten Minuten des Auftritts sicher fühlst und die Nervosität ablegen kannst. Also stelle Dir Deine Crates zusammen und organisiere diese richtig. Ein zusammengewürfelter Musikordner wird Dein Lampenfieber sicher nicht reduzieren. Deshalb lege Dir für die erste Viertelstunde schon mal ein paar Tracks zurecht, die 100% zusammen passen und bei denen ein Übergang kein Hexenwerk ist. Du wirst sehen, sobald Du die ersten Tracks gemixt hast, meldet sich Deine Routine zu Wort und Du fühlst Dich sicher. Und die Gäste wissen ja nicht, dass die ersten paar Lieder schon „vorbereitet“ sind. Selbstverständlich solltest Du auf keinen Fall das ganze Set so aufbauen, da das Lesen der Party-Crowd ja einen guten DJ ausmacht. Es bringt also nichts, wenn Du zu Hause schon jedes einzelne Lied vorplanst, die Leute dann aber nicht voll drauf anspringen. Deshalb bereite wirklich nur die ersten Tracks (wenn nötig minutiös) vor bis Deine Sicherheit und Deine Routine zurückkommen und dann zerleg Den Laden mit Deinen Skills und Deiner Musikauswahl!

3. Bereite Dich auf mögliche Notfälle vor

Du hast Deine Library perfekt organisiert und bist ready für den Gig? Perfekt! Was machst Du aber wenn Dein Laptop spinnt oder Deine Dateien nicht liest? Auf diese (Gott sei Dank seltenen) Fälle musst Du Dich vorbereiten. Deshalb habe ich beispielsweise auf meinen Gigs immer einen USB-Stick oder eine externe Festplatte als Backup dabei. Mir ist mein altes MacBook tatsächlich oft ausgestiegen bzw. ist Serato DJ „eingefroren“. Ich habe dann einfach meine Festplatte an das Macbook meines Bro’s angeschlossen und wir haben zu zweit auf seinem Macbook gespielt. Solltest Du alleine sein, klappt dieser Tipp natürlich nicht. Falls auf der Veranstaltung allerdings CDJ’s stehen, retten diese Dich in dem Fall, weil Du dann einfach Deinen USB-Stick einsteckst und gleich weiter machen kannst. Ein weiterer hilfreicher Tipp den ich bei Auflegen mit Erfolg aufgeschnappt habe ist, auf einem Kanal sein Smartphone als Backup anzuschließen. So kannst Du blitzschnell auf Technik-Ausfälle reagieren, ohne in Stress auszuarten.

4. Lass Dich nicht ablenken

Beim ersten Gig ist man selbstverständlich sowieso extrem nervös. Auch wenn Du meinen zweiten Tipp befolgt hast, ist der Rest des Sets immer noch lang nicht in trockenen Tüchern. So cool es auch ist, während dem Auflegen mit verschiedenen Leuten zu reden und zu connecten, konzentrier Dich beim ersten Auftritt voll auf Deine Musik. Je mehr Gigs Du hast, desto sicherer wirst Du, dass Du auch unbeschwert labern kannst. Aber bist Du sowieso schon extrem nervös, solltest Du Dich auf die Übergänge und die Crowd fokussieren. Es gibt nichts peinlicheres, als einen Übergang zu verpassen, weil Du abgelenkt warst. Mittlerweile habe ich die nötige Routine, um kurz vor dem nächsten Übergang das Gespräch kurz zu pausieren, um den nächsten Track einzublenden. Aber beim ersten Mal hast Du diese Übung noch nicht und kommst mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ziemlich ins Schwitzen, wenn Du 10 Sekunden vor Ende des Liedes merkst, dass Du noch nicht weißt, was Du als nächstes spielst.

5. Finger weg vom Alkohol

Natürlich ist es sehr verlockend, auf dem Gig kostenlose Getränke zur Verfügung gestellt zu bekommen. Aber wie wir in diesem Beitrag schon ausführlich thematisiert haben, macht Alkohol nichts leichter sondern umso schwieriger, Dich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Deshalb solltest Du es tunlichst vermieden, das Lampenfieber wegzubechern. Dein erster Gig ist mit der Wichtigste den Du je haben wirst. versau ihn also nicht durch Alkohol. Deine Reaktionszeit wird langsamer, Deine Wahrnehmung ist gedämpft und Du machst Dich einfach nur zum Affen. Und wirst garantiert nie wieder in dieser Location gebucht. Anders ist es bei einer „unwichtigen“ Geburtstagsparty, auf der nur Deine Kumpels sind. Aber auch hier bin ich der Meinung, dass Du Alkohol nur in Maßen konsumieren solltest. Vergiss nicht, dass Du Dienstleister bist und für Deine Arbeit bezahlt wirst. Oder fändest Du es toll, wenn Dein Arzt Dich besoffen behandelt? Ich glaube eher nicht.

6. Sei rechtzeitig vor Ort

Ein weiterer eigentlich selbstverständlicher Tipp ist es, so früh wie möglich vor Ort zu sein. So kannst Du in Ruhe Dein Setup aufbauen, alles richtig einstellen und einen Soundcheck machen. Eventuelle technische Probleme können noch geklärt werden und die Einstellung der PA-Anlage kann ebenfalls noch angepasst werden. Wir waren mal in einem Club gebucht, bei dem die Subwoofer direkt unter dem DJ-Booth platziert und so heftig eingestellt waren, dass uns die Nadel andauernd gesprungen ist. Wären wir erst kurz vor Beginn da gewesen und hätten keinen Soundcheck gemacht, hätten wir die ersten Übergänge garantiert wegen der springenden Nadel verkackt. Deshalb nimm Dir genug Zeit, damit Du nicht abgehetzt ankommst und Deine Nervosität noch schlimmer wird als sie eh schon ist.

7. Glaub an Dich

Klingt simpel – ist es auch. Glaub an Dich! Du hast genug geübt und hast die nötigen Skills. Kein Mensch erwartet die heftigsten Turntablism-Moves oder das Mixen an 4 Decks gleichzeitig. Kenne Deine Stärken und präsentier sie der Masse. Sammel Tracks, die nicht jeden Tag im Radio laufen bzw. organisiere Dir Edits, Remixes oder Mashups dergleichen. So kannst Du Dein Set mit Überraschungen verstärken, die Dich aus der Masse hervorstechen lassen. Wenn Du noch selber Remixes produzieren kannst und diese mit Deinen Mixing-Skills kombinierst, steht Dir die Welt offen und die Crowd zu Füßen. Ich selber produziere regelmäßig Edits und Mashups, die es so nirgendwo gibt. Du kannst was, also zeig es Allen. Vergleich Dich nicht mit den großen DJ’s aus der Umgebung oder der Welt. Alle haben klein angefangen. Martin Garrix hat auf winzigen Gartenparties vor 10 Kumpels angefangen aufzulegen und ist heute einer der bestbezahlten DJ’s der Welt.

Ich hoffe Dir haben die 7 Tipps geholfen und Du kannst nun beruhigter auf Deinen ersten Gig hinfiebern. Welche Tipps habt Ihr noch für Anfänger oder ist Euch schon mal etwas unvorhersehbares passiert? Schreibt es in die Kommentare.

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About the Author

John Shaft geht seit mittlerweile 14 Jahren seiner Leidenschaft zur Musik als DJ und Hobby-Produzent nach. Im House-Bereich (Nu-Disco, Deep-House, Future-House) ist er zu Hause. Aber auch Trap, Future Bass und Twerk zählen zu seinen Favourite Genres. Mit seinem Remix des Deutschrap-Hits "Roller" ist ihm ein Underground-Hit gelungen. Er legt seit über drei Jahren regelmäßig mit seinem DJ-Bro DJ Dee auf und hat mit diesem im März 2017 diesen Blog gegründet.



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